Den Wechsel gewagt: Warum ich jetzt eine Sony Alpha 65 habe

Foto: Sony Deutschland

Meine geliebte Canon EOS 1000D,
du warst meine erste Kamera. Auch wenn du nicht sooo toll warst, hast du mir wirklich gute Dienste geleistet. Aber mit der Zeit haben wir uns auseinandergelebt… und du warst mir nicht mehr gut genug. Deswegen hab ich jetzt eine Neue. Die Sony Alpha 65 hat im Sturm mein Herz erobert. Aber sei nicht traurig, du hast ja schon einen neuen Besitzer, und der wird dich sicher schätzen. Wir haben tolle Momente miteinander erlebt, danke dafür – und tschüss!

Ja, sie ist weg. Nach zwei Jahren habe ich meinen Canon EOS 1000D verkauft. Und auf einen anderen Kamerahersteller umzusteigen, ist ein großer Schritt. Weshalb also habe ich ihn unternommen?

Die Canon 1000D zu kaufen, war ehrlich gesagt keine sehr überlegte Entscheidung gewesen. Ich wollte schon seit längerem in die Spiegelreflex-Fotografie einsteigen, habe mich aber nie richtig informiert. Und als dann die Canon EOS 1000D im Kit mit zwei Objektiven für 500 Euro im Angebot war, habe ich einfach zugeschlagen.

Ich will jetzt nicht schlecht von meine Ex-Kamera reden; für einen Fotografie-Einsteiger war sie wirklich nicht schlecht. Aber mittlerweile sind meine Ansprüche an eine Kamera gewachsen und mein Wissen ebenfalls (unzähligen Foto-Zeitschriften sei Dank!). Die Canon war mir daher nicht mehr schnell genug, der Autofokus war nicht präzise genug, und filmen konnte sie auch nicht. Schon seit Längerem habe ich mich also nach einer neuen Kamera umgeschaut – und wollte zuerst eigentlich auch bei Canon bleiben, schon allein wegen meinen Objektiven… Aber ganz ehrlich: Ich konnte mich einfach für keine Canon wirklich begeistern. Klar war: Ich wollte ein schwenkbares Display, also kamen von Canon nur die 60D und die 600D in Frage. Die 600D hat mir in Sachen Schnelligkeit nicht zugesagt; die 60D ist mir zu groß und schwer (Stichwort Handtaschentauglichkeit!). Und eine spiegellose Systemkamera gibt es ja von Canon noch nicht – ein Gedanke, mit dem ich durchaus auch gespielt habe.

Foto: SonyAlso habe ich mich bei anderen Kamera-Herstellern umgeschaut. Die SLT-Modelle von Sony haben mich schon länger interessiert: Hier ist kein Spiegel eingebaut, der bei jedem Foto umklappt, um das Licht auf den Sensor zu lassen – bei den Sonys gibt es einen halbtransparenten Spiegel, der direkt das Licht auf den Sensor fallen lässt. So sind, im Vergleich zu normalen DSLRs, tolle Geschwindigkeiten möglich. Einziger „Nachteil“: Es gibt keinen optischen Sucher. Statt dessen hat Sony in die SLT-Modelle einen elektronischen Sucher eingebaut. Ich persönlich habe daran nichts auszusetzen, ganz im Gegenteil: Im elektronischen Sucher können Belichtungseinstellungen, Raster und sogar eine Wasserwaage eingeblendet werden. Na wenn das mal nicht praktisch ist!

Sony gegen Canon

Die Sony Alpha 65 habe ich zum ersten Mal auf der IFA in Berlin gesehen und war sofort begeistert. Sie ist ähnlich ausgestattet wie das neue Profimodell Alpha 77, nur ein bisschen abgespeckt und natürlich günstiger. Und: Kleiner. Sie ist nicht größer als meine Ex-Kamera, und die Canon EOS 1000D war ja auch schon recht kleine für eine DSLR. Aber das war für mich ein weiteres Kaufkriterium!

Ansonsten haben mich die folgenden Eigenschaften überzeugt:

  • Schwenk-und neigbares Display
  • 24 Megapixel Auflösung für detailreiche Bilder
  • Full-HD Videos mit kontinuierlichem oder manuellem Autofokus
  • Serienbildgeschwindigkeit wie ein Maschinengewehr mit 10 Bildern pro Sekunde
  • Schneller Autofokus
  • Nette Effekte: Panorama, HDR, Tilt-Shift…

Sony A65 auf der IFAAlso habe ich vergangene Woche spontan entschieden, mein komplettes Kamera-Equipment zu verkaufen und einen Neuanfang zu wagen. Und seit Freitag bin ich nun stolze Besitzerin der Sony Alpha 65. Witzig war übrigens der Dialog mit dem Verkäufer im Elektronik-Geschäft:

Ich: Hallo, ich würde mir gerne die Sony Alpha 65 anschauen.

Er: Ja bitte schön.

Ich (nehme die Kamera in die Hand, drehe und wende sie ein paar Mal): Ok, ich nehm sie.

Er: Äh, wollen Sie nicht noch was dazu wissen?

Ich: Nein danke, ich weiß alles.

Er: Brauchen Sie Zubehör? Speicherkarten?

Ich: Nein danke, ich hab alles.

Jetzt hab ich also eine neue Kamera – und Testbilder sowie -videos werden selbstverständlich bald folgen!

Fotos: Sony

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2 Kommentare zu “Den Wechsel gewagt: Warum ich jetzt eine Sony Alpha 65 habe

  1. Schöner Bericht Miri:)
    kannst du mir schnell eine Frage beantworten, und zwar wenn du in den M-Modus gehst, kannst du hier auch die 10 Bilder/s machen??? Oder musst du in den Serienbild Modus und musst auf verschiedene Einstellungen wie Blende oder ISO… verzichten????

    • Oh schön, jemand der Ahnung hat *freu* 🙂
      Also genau nachgezählt hab ich’s nicht, aber ich kann in den manuellen Modi ebenfalls statt Einzelbild Serienbild wählen, und dann rattert’s auch durch. Ob das jetzt 10 Bilder/Sekunde sind oder nur 8 – keine Ahnung, jedenfalls geht’s rasend schnell! (In der Gebrauchsanweisung steht dazu aber auch nichts genaueres…)

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