iPhoneography – Die Fotowelt verändert sich

Foto: Ferrys Wheel by Jason L. parks / Flickr.com

Ein tolles Motiv, aber die tonnenschwere Spiegelreflexkamera ist gerade nicht zur Hand? Ärgerlich. Aber gut, dass das iPhone stets dabei ist und die Szene ablichten kann. Und langsam wird aus dieser Not eine ganz neue Kunst: Die Fotografie mit dem iPhone – oder iPhoneography.

Die Kamera des iPhone 4 ist nicht ansatzweise so gut wie die einer Kompaktkamera der mittleren Preisklasse: Gerade einemal fünf Megapixel, kein optischer Zoom. Ja, für ein Handy nicht schlecht. Aber nichts, was einen ambitionierten Hobby- oder gar Profifotografen zu Luftsprüngen verleitet. Und doch – die iPhone-Fotografie feiert einen beispiellosen Siegeszug. Sogar einige Profifotografen schwören inzwischen auf die iPhone-Fotos und kreieren ganze Bildstrecken mit dem kleinen Smartphone. Die teure Spiegelreflexausrüstung hingegen bleibt zu Hause. Ein wunderbares Beispiel hierfür ist das Projekt uaiPhone: 28 internationale Profifotografen stellen ihre Schnappschüsse auf einem Fotoblog online und stehen zu der Smartphone-Fotografie.

Bildschirmfoto: uaiphone.com

Doch worin liegt der Reiz der iPhoneography? Qualitativ kann die Kamera in dem Apple-Smartphone nicht mithalten. Darauf kommt es aber eben auch nicht an. Denn die Vorteile des iPhone liegen anderswo:

  • Es ist einfach immer dabei. Kommt dann ein außergewöhnliches und vielleicht manchmal auch einmaliges Motiv daher, ist es schnell auf die Speicherkarte des iPhone gebannt.
  • Das Foto kann sofort veröffentlicht und gezeigt werden. Twitter, Facebook, Flickr, Picasa oder ein Blog – nahezu jeder ist im Social Web unterwegs. So finden die iPhone-Fotos ihren Weg in die Öffentlichkeit. Besonders von Interesse ist das natürlich für Fotojournalisten, bei denen die Geschwindigkeit der Veröffentlichung gut und gerne einige tausend Euro bedeuten kann.
  • Das iPhone ist unscheinbar. Im Gegensatz zu einer großen Spiegelreflexkamera, die bei den fotografierten Menschen oft Scheu auslöst, wirkt das kleine Smartphone weniger aufdringlich. Authentischere Portraits und Schnappschüsse können somit das Ergebnis sein.
  • Durch den Wegfall sämtlicher technischer Einstellmöglichkeiten wie Blende, Belichtung, ISO, Brennweite etc. ist nur noch eines wichtig: Das Motiv. Und egal wie gut eine Profikamera ausgestattet ist – wenn das Motiv nicht gut gewählt ist, kommt kein gutes Foto heraus. Das iPhone fordert somit die Konzentration auf das Wesentliche.
iPhoneography kann die professionelle Fotografie nicht ersetzen, aber sehr wohl ergänzen. Zahlreiche Flickr-Gruppen zum Thema sind schon entstanden, ebenso wie Blogs. Und die Firma Apple hat mit der Ausstattung des neuen iPhone 4S eine weitere Grundlage für künftige iPhoneography gelegt: Die Kamera wurde auf acht Megapixel aufgerüstet, selektiver Autofokus per touch-Funktion ist möglich.

Foto: Caroline von Eichhorn

Foto: Fishing in the Clouds by Jason L. Parks / Flickr.com

Foto: abstract by amateur admirations / Flickr.com

Foto: Nahne Tillmann

Foto: Teresa A. Winderl


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2 Kommentare zu “iPhoneography – Die Fotowelt verändert sich

  1. Danke, cool. Und nicht zu vergessen, dass seit iOS 5 jetzt auch die +Lautstärketaste am Kopfhörer als Fernbedienung zu benutzen ist. Dadurch lassen sich Fotos leichter aus ungewöhnlichen Winkeln (Boden / Überkopf) und noch unauffälliger erstellen.

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